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60 Fragen an Pistole Hardcore Food

60 Fragen an Pistole

Weiter Blick über Felder, Natur ummantelt den Hof Einhaus von 1768 der nebst einer 500 Jahre alten Eiche steht oder sie neben dem Hof, es geht um die Perspektive und die Sicht der Dinge, die sich um Pistole Hardcore Food ranken, beste Voraussetzungen 60 Fragen an Pistole persönlich zu richten. Der Hof ist kein gewöhnlicher Ort, hier in Badbergen ist das Headquarter von Hardcore Food beheimatet oder beheimatet Torsten Pistole der Macher von Hardcore Food das Headquarter?

Letztendlich spielt es keine Rolle, denn das Eine geht nicht ohne das Andere, so viel steht fest. Hier in diesem auch kulinarischen Kleinod spielt die Musik, um es auf den Punkt zu bringen, die Hardcore-Musik. Wenn dir die Bands Sick of it All, Bad Brains, Madball, Agnostic Front oder die Ryker’s nicht gänzlich unbekannt sind, weißt du worum es geht, es dreht sich alles um Ehrlichkeit, darum einen geraden Rücken zu haben, Freundschaft und Fairness zu leben und für etwas einzustehen, etwas voranzubringen, was Menschen guttut und antreibt ohne andere Menschen dabei zu verletzen und sie unterdrücken. Wertschätzung und Miteinander sind die Werte in einer Unternehmung, wer welche Rolle und wer welche Hierarchie innehat ist nicht wichtig, jeder Mensch hat eine Aufgabe im Gesamten und dieses Gesamte wird zum 100% ausgefüllt auf Augenhöhe eben mit der Wertschätzung, die alle Menschen brauchen.


60 Fragen an Pistole
Torsten Pistol – Pistole Hard Core Food

Genau das ist die Story von Torsten Pistol der im Jahr 2015 aus den hierarchischen Strukturen in einem Krankenhaus und seinem Job als Krankenpfleger ausgebrochen ist, um dann seine Selbstständigkeit zu starten, in der feinen Welt der Kulinarik. Wer einmal das Headquarter besucht hat, versteht, was er unter Kulinarik, Gastfreundschaftlichkeit und seiner Art zu Leben darstellt und zu vermitteln vermag, es geht eben genau um diese ehrlichen, freundschaftlichen Attitüde der Hardcore Musik, es geht darum für etwas einzustehen und seinen Weg gehen, ohne sich dabei zu verbiegen.


60 Fragen an Pistole Hardcore Food

Barfuss oder Lackschuh? Barfuss.

Minimalismus oder Überfluss? Minimalismus.

Bescheidenheit oder dicke Hose? Bescheidenheit. Wenn es um die dicke Hose geht, sollte man nicht so tun, als ob man eine hätte. Entweder man hat eine und lebt diese oder eben nicht.

Berufung oder Beruf? Berufung, alles andere ergibt für mich keinen Sinn.

Kommerz oder Unkommerziell? Unkommerziell.

Abhängig oder Independent? Indepentent, war aber nicht immer so, habe lang genug in einer beruflichen Abhängigkeit gelebt.

Luxus Genuss oder Mittel zum Leben? Ich habe den Luxus genießen zu können. Zeit für mich, meine Familie, meine Freunde, das Jagen mit meinem Habicht zu haben und die Zeit nutzen ihn auszubilden, das ist wertvoll. Lebensmittel genießen, hier bin ich bei mir und meinen Liebsten.

Tiere Wertschätzung oder Missachtung? Absolute Wertschätzung. Es geht um Achtsamkeit miteinander und darum sich nicht zu verbiegen, das zeigen und lehren uns Tiere.

Gerade Kante oder Firlefanz? Gerade Kante, wenn das nicht so wäre, wäre ich nicht hier.

Organisch wachsen oder schnell hoch jazzen? Organisch wachsen lassen, alles was schnell und ohne Substanz hochgezogen hat keinen Wert und keine Langlebigkeit. Hier neben dem Headquarter steht eine 500 Jahre alt Eiche. 500 Jahre Wachstum, 500 Jahre Geschichte, so etwas kann dir kein Produkt geben.

Ist Musik ein Ausdruck deiner Persönlichkeit? Etwas. (Ist hier ein Zwinkersmilie angebracht? Ich denke ja.) 100% Hardcore.

Welcher Song war dein erster, der dich berührt hat? EAV kennst du die noch? Erste Allgemeine Verunsicherung, die hatten einen Song der heißt „Kann denn Schwachsinn Sünde sein?“ oder warte, Major Tom von Peter Schilling, die Kassetten spielte ich rauf und runter.

Welches Gefühl umschreibt deine Musik? Stolz, Rebellion, geerdet sein, so würde ich das umschreiben. Ein Gefühl mit Musik zu erklären ist schwierig, es geht darum das, was ich mache richtig zu machen, jeden Tag.


60 Fragen an Pistole
FOODFELLOW – Pistole Hardcore Food

Welche Musik liegt dir nicht in den Ohren? Techno, ich verstehe diese Musik nicht.

Bist du Musiker? Ich übe mich im Schlagzeugspiel, nehme nebenbei Unterricht.

Spotify oder Vinyl? Vinyl, bringt Ruhe und Wertschätzung den Musikern gegenüber.

Bad Boy oder Nice Boy? Bad Boy, sehr gern sogar ich polarisiere gern.

Treibst du Sport? Zu wenig.

Was macht das mit dir? Die Erkenntnis zu wenig Sport zu treiben.

Was war vor Hardcore Food? Fische züchten und Krankenpflege.

Warum der Wechsel? Die Hierarchie in der Krankenpflege ist zu starr, damit konnte ich nicht weiter umgehen. Bei den Fischen hat kein Wechsel stattgefunden.

Wie viel Sorgen hattest du am Anfang deiner Selbstständigkeit, ob das alles funktioniert? Viele, sehr viele. Ich haderte oft mit mir, gerade weil Teile meines Umfeldes zweifelten und damit auch nicht hinter dem Berg hielt. Meine Unsicherheiten in Sachen Business waren schon groß, ich musste viele lernen und in Ruhe wachsen und Wissen aufbauen. Die Aufgabe war, daran zu wachsen und das mache ich seit 2015 sehr intensiv, ich bin glücklich das so machen zu können.

60 Fragen an Pistole Hardcore Food

Was war der entscheidende Schritt vom Hobby zum Profi? Der entscheidende Moment? Der beste Freund, der keiner war. Über diese Erkenntnis bin ich sehr dankbar.

Was bedeutet dir Erfolg? Folge deinen Werten und Zielen, darauf lege ich viel Wert, mein Erfolg ist das aktuelle Ergebnis. Ich bin sehr stolz darauf, mit Hardcore Food zweimal das Unternehmen des Jahres in der Gastronomie geworden zu sein.

Kannst du vertrauen? Ja, es geht darum den Glauben nie zu verlieren.

Was machst du, wenn dir jemand einen Knüppel in die Beine schweißt? Ich stehe wieder auf!

Wie flexibel bist du in deinem Business? Sehr flexibel, auch hier orientiere ich mich an der Natur, wenn ein Habicht seine gewohnte Beute nicht mehr erreichen kann, ändert sich die komplette Situation und somit das Beutespektrum, die Konsequenz ist, der Habicht stellt sein Jagdverhalten um, um in Zukunft zu überleben. Das beutet, wenn etwas nicht oder nicht mehr gut funktioniert, muss ich die Situation neu bewerten und neue Wege finden.


60 Fragen an Pistole
Hardcore Food Headquarter

Ist dein Angebot eher auf weniger oder auf mehr ausgelegt? Weniger ist mehr.

Wo siehst du dich in 10 Jahren? In meiner Mitte, wo auch immer diese dann liegt.

Street Food oder Sterneküche? Soulfood.

Vegetarisch oder Karnivore? Karnivore. Wichtig dabei ist mir, die Mitte von beiden Seiten zu leben und alle Seiten zu akzeptieren. Maßhalten ist wichtig.

Fleisch oder Fisch? Fisch.

Was war zuerst da, die Lust auf Lebensmittel oder die Lust ein Unternehmen aufzubauen? Lust auf Lebensmittel, es gibt so vieles tolles Gemüse in unserem Beet. Alles aus der Natur pflücken, kurz sauber machen und reinbeißen.

Welches Lebensmittel hat dich zu allererst emotional berührt? Die krause Petersilie aus Omas Garten, immer wieder super. Die Hausschlachtungen von meinem Opa haben mich auch geprägt, mein Opa war Schäfer.

Wann bist du Genießer? Oh ja, unbedingt. Genuss ist immer der Moment, wenn ich innehalte. Mal ist es der schöne Moment mit meiner Familie oder Situationen in der Jagd, geile Musik oder kulinarische Erlebnis, die ich auch oft erlebe.

War das immer so? Da bin ich mir etwas unsicher, vielleicht war mir das nicht immer bewusst und ist in den Jahren oder auch über Situationen gewachsen. Ein Ereignis hat mich echt geprägt, das hat im ersten Moment wenig mit Genuss im bekannten Gewohnten zu tun, aber sehr viel mit Aufmerksamkeit und Reflektion, was in meinen Augen wichtige Teile des Genusses sind. Ich erlebte eine krasse Situation, als ich meinen Opa Tod auffand, ich musste länger innehalten und die Gegebenheit fließen lassen und verstehen. Ich schaute ihn länger an und erkannte, dass er vorbereitet war und für alles sorgte, er sah geordnet aus, wie in einem Wachsfigurenkabinett, klingt ziemlich Psycho, oder? Wie gesagt, das hat in erster Linie wenig mit Genuss im Gewohnten zu tun, aber das Innehalten war wichtig für mich und die Situation, so lernte ich Situationen zu verstehen und zu reflektieren. Genuss hat für mich etwas Intensives, was mal positiv und mal negativ sein kann, da steckt jeweils eine Geschichte dahinter.

Kochst du selbst? Ja, privat und professionell.

Autodidaktisch? Ja alles was ich bis heute darüber gelernt, habe ich, über mein Netzwerk. Zum Glück sind dort viele tolle Köche, die mir das Richtige beibrachten.

Nach Rezept oder frei nach Schnauze? Nach Rezept und frei nach Schnauze. Am liebsten koche ich Fisch.

Nur den eigenen Fisch? Ja, mehrheitlich auch aus der eigenen Zucht.

Was ist dein Lieblingsgericht? Zander auf der Haut gebraten, dazu Sauerkraut, Selleriestampf und heller Buttersauce einer Beurre blanc.

Was schmeckt dir überhaupt nicht? Kutteln, du kennst Kutteln? Das sind in Streifen geschnittenen Pansen von Wiederkäuern.

Gibt es eine Lieblingsküche, der du nicht wiederstehen kannst? Nordish Cuisine, das bewegt immer etwas bei mir, diese Küche fördert mein Kopfkino.

Was hast du noch nicht ausprobiert also geschmeckt? Alle unbekannten Küchen.

Trinkst du Alkohol? Ja, Wein und Bier.

Wonach wählst du dein alkoholisches Angebot aus? Das entscheide ich nach der jeweiligen Situation. Wenn ich mit meinen Jungs unterwegs bin und wir den Rock ’n’ Roll feiern, ist Bier die Wahl. Nach einem Tag in der Natur mit meiner Frau entspannen wir mit einem leckeren Wein.

Was macht ein gutes Öl aus und was nicht? Ein gutes Öl legt sich langsam über die Zunge, sehr viel Geschmack, viel Erlebnis. Das Gegenteil ist unschön und schnell wieder weg von der Zunge und weg aus der Erlebniswelt.


Pistole Hardcore Food – 60 Fragen an Pistole

60 Fragen an Pistole Hardcore

Ist Essig ein reines Gewürz für die Küche oder steckt da mehr hinter? Essig ist wesentlich mehr als nur ein Gewürz ein Gericht. Ein guter Essig macht ein Gericht rund und macht es besonders ein sehr positives Erlebnis. Man kann damit sehr schön probieren und die eigenen Mahlzeiten veredeln.

Woher bekommst du deine kulinarischen Inspirationen? Da spielen viele Kindheitserlebnisse eine wichtige Rolle, damit beschäftige ich mich immer wieder. Omas Kartoffelstampf mit frittierter krauser Petersilie der Hammer. Merkste selbst, da sie wieder die krause Petersilie. Ansonsten einfachen kulinarisch treiben lassen und machen, so entstehen die schönsten leckeren Momente.

Deine feinste Küche, die du bis heute gekostet hast? Leber vom Lamm aus der eigenen Hausschlachtung von meinem Papa und Opa, die dieses dann auch zubereitet haben. Das stecken viele Emotionen drin.

Welcher Koch bringt dir neue Ideen? Jeder auf seine Art und Weise. Jeder Koch hat seine eigenen besonderen Texturen, die mal flüssig oder mal fest sind. Die Themen süß/sauer oder besondere Gewürze spielen oft eine Rolle, da gibt es so viele tolle Eindrücke und Inspirationen der diversen Köche und deren Fertigkeiten.

Wie erlebst bzw. probierst du neue Lebensmittel? Ganzheitlich. Immer im gesamten Kontext.

Gehst du auf kulinarische Erlebnisreisen, um deinen Horizont zu erweitern? Definitiv, wenn man schmeckt, geht es immer weiter, das ist doch auch das Tolle am Leben. Die Vielfältigkeit zu sehen, schmecken und allgemeine zu erleben.

Landleben oder Großstadt? Landleben, ich mag nichts Enges.

Kennst du die Großstadt? Ja, war drei Jahre in Bremen, muss ich nicht wieder haben.

Was ist das Schöne am Landleben? Die Natur, die Weite.

Wie spät ist es? Kurz vor 12.

Bist du jetzt erschöpft? Äh, ja ich meine nein. Du meinst nach dem Interview? Ich bin gut gelaunt, war schön kurzweilig und interessant für mich, habe ich so noch nicht erlebt, war gut.

Danke für deine Zeit und unser Gespräch. 60 Fragen an Pistole.



Text & Fotos: Matthias Knust

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